Wo sind deine Haare hin?

Schon seit längerer Zeit spiele ich mit dem Gedanken, mir eine Glatze zu rasieren. Doch immer wartete ich auf den „perfekten“ Moment, bis ich eines Morgens den Mut fand und es einfach tat. Schnipp Schnapp und die Haare waren weg. Es ist zwar nur ein 12 Millimeter Buzz-Cut geworden, aber die Veränderung war trotzdem riesig.

Nur eine Frage: Warum?

In den sozialen Medien habe ich immer wieder Frauen gesehen, die ihre Haare abschnitten. Zu Beginn war ich regelrecht schockiert. Wie können sie sich das selbst antun? Immerhin finden Männer sie dann weniger attraktiv. Mit der Zeit gefiel mir die Idee einer Glatze aber immer mehr.

Zum einen steigert man so das eigene Selbstwertgefühl. Der Wert deiner Person ist nicht davon anhängig, ob dich andere attraktiv oder schön finden. Ich bin wertvoll und wichtig, egal wie mein Körper aussieht. Leider gibt uns die Gesellschaft hier eine völlig andere Botschaft. In Wahrheit bist du aber nicht dein Körper. Kurze Haare helfen mir dabei, mich weniger mit meiner äußeren Hülle zu identifizieren.

Zum anderen ging es mir darum, Ängste abzubauen. Als ich eine Pro- und Kontraliste schrieb, waren die Meinungen anderer der einzige Punkt dagegen. Dabei wusste ich nicht einmal, was andere denken würden. Es war die Möglichkeit, dass andere negativ über meine Entscheidung denken könnten, die mich zurückhielt. Absurd, oder?

Ein weiterer entscheidender Grund war der Gedanke: „Warum nicht?“ Ich wollte einfach mal das Erlebnis machen und wissen, wie es sich anfühlt. Außerdem lassen sich so kurze Haare sehr leicht pflegen, was zur Abwechslung mal sehr angenehm ist. Im Grunde sind es eben nur Haare, die in den nächsten Wochen sowieso wieder nachwachsen. Warum sollte ich sie also so ernst nehmen?

Eine Woche später

Jetzt ist es bereits ungefähr eine Woche her seit meiner äußeren Veränderung. Natürlich waren meine Mitmenschen überrascht. Ich habe auch niemanden vorher etwas von meinem Plan erzählt. Aber generell waren die Reaktionen positiver als erwartet. Selbst die eine negative Reaktion (von meiner Großmutter) hat mich nicht so schwer getroffen, wie ich dachte.

Am Ende des Tages habe ich es nur für mich selbst und meine persönliche Entwicklung getan. Ich bin sehr froh über diese Entscheidung und kann es nur weiterempfehlen, solltest du mit dem selben Gedanken spielen.

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