Auf der Hand

Die Sonne brennt auf der Wiese, die nur von einer kleinen Kapelle unterbrochen wird. Das spitze Dach zersticht die Fäden, die Wolken ziehen.

Am runden Tisch freue ich mich über die weite Aussicht, die das dunkle Tal unter mir erschafft. Außerdem freue ich mich darüber, im Caféhaus zu sitzen, denn draußen ist es bereits bitterkalt.

Es ist, als hätte sich der Sommer ausgedehnt, einfach ausgebreitet und den Frühling und Herbst zur Seite geschoben, um länger zu herrschen. Sein Höhepunkt war ihm nicht genug. Er musste noch heller scheinen, noch heißer sein, noch mehr Zeit in den Köpfen der Menschen verbringen.

Doch früher oder später wird die Natur sich auf den Winter vorbereiten und so finden wir uns hier wieder: in einem späten, kalten Herbst.

Eigentlich beschäftigt mich jedoch etwas ganz anderes. Ich frage mich, was wichtig ist. Wähle ich den Weg, der mich zu Sicherheit führt? Oder gehe ich das Risiko ein, meinem Herzen zu folgen?

Und irgendwie kommt mir das Ganze blöd vor – vom Wetter zu schreiben und sich zu fragen, ob man dem Herzen folgen soll. Die Antworten liegen doch auf der Hand, oder nicht?

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