Das Thema Politik habe ich in meinem Leben immer stark und bewusst gemieden. Es interessiert mich einfach nicht, deine halbinformierten Meinungen zu hören, die sich aus Kneipentalk, Fernsehsendungen und unkontrollierter Wut zusammensetzen.
Doch in den letzten drei Tagen wurde ich gleich auf drei verschiedene Arten mit dem Thema konfrontiert. Meine Nachbarin führte einen Monolog, in den sie sich immer tiefer reinsteigerte, und kritisierte andere Kulturen. „Die Ausländer“ fiel dabei in jedem zweiten Satz.
Mein Opa erzählte mir von einem Buch über die Machenschaften von Angela Merkel und mein Bruder zeigte mir das Video, in dem Charlie Kirk (ein amerikanischer rechtsextremer Aktivist), bei einem öffentlichen Auftritt erschossen wurde.
In meinem alten Freundeskreis waren aktive Neonazis und die generelle Einstellung der Österreicher ist meiner Meinung nach sehr konservativ. Es scheint, als wäre die Welt um mich herum in ihren Meinungen vereint.
Ich höre zu und gebe wenig über meine wahren Gefühle preis, weil ich mich nicht angreifbar machen möchte. Wenn ich etwas äußere, das dem Gegenteil ihrer Empfindungen entspricht, schütte ich damit nur Benzin ins Feuer.
Denn „Politik“ ist keineswegs ein sachliches Thema. Es ist geladen mit sehr subjektiven Gefühlen und Weltanschauungen. Desto wütender ein Mensch bei einer politischen Diskussion wird, desto dümmer ist er (meiner Erfahrung nach).
Deshalb lass uns doch lieber über etwas anderes reden, okay?
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