Bis jetzt sah meine Karriere als Autorin so aus:
–Direkt aus der Seele: Kurze Sammlung von Gedichten; 2020 auf Amazon selbst veröffentlicht; 2023 wieder gelöscht
–Kleiner Fuchs, Großer Wald: Kindergeschichte mit Illustrationen meiner Cousine; 2022 auf Amazon selbst veröffentlicht; 2024 wieder gelöscht
–Im Café mit Dir: Unvollendetes Manuskript eines Buches, 2023 aufgegeben
–Das Leben, in Wahrheit: Kurzes Buch für den Young Storyteller Award von Thalia; 2023 & 2024 eingereicht
–Copywriting: 6 Jahre lang freiberufliche Werbetexterin mit eigenem Gewerbe; 2024 aufgegeben
–Zwischen staubigen Wegen und leuchtenden Träumen: Kurzes autobiografisches Buch für den Young Storyteller Award von Thalia; vor ein paar Tagen eingereicht
Selbstzweifel, was sonst?
Worte haben mich schon immer fasziniert. Es ist so viel einfacher, etwas zu schreiben, als etwas zu sagen.
Doch ich dachte, mit meinen Worten Geld zu verdienen, wäre extrem schwer. Man müsste einfach unglaubliches Glück haben und eine J.K. Rowling oder ein Stephen King sein. Doch kürzlich fiel mir der Fehler dieses Denkens auf.
Ein Sänger muss doch nicht die nächste Beyoncé oder der nächste Michael Jackson sein, um seinen Unterhalt mit Singen verdienen zu können. Du musst nicht Heidi Klum oder Arnold Schwarzenegger sein, um eine sportliche Figur zu haben.
Mein Punkt: Warum beschäftigen wir uns so oft mit Extremen, statt uns Balance und Freude am Tun zum Ziel zu setzen? Warum sollte Erfolg und ein glückliches Leben nur den Besten ihrer Branche vorbehalten sein?
Ich suchte ständig nach einer Vollzeitanstellung, nur um auf „Nummer Sicher“ zu gehen. Es fühlte sich jedes Mal wie Selbstverrat an, einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Immer wurde ich in den ersten Monaten todunglücklich und redete mir ein, dass es mir in einem anderen Unternehmen besser gehen würde, immerhin habe ich eine gute kaufmännische Ausbildung.
Ich suchte und suchte und suchte, während die Lösung immer bereits da war. Meine Stärken waren mir bewusst, aber ich hatte Angst vor ihnen und zweifelte daran, dass andere Menschen sie auch als solche wahrnehmen würden.
Mir wurde klar, dass ich nicht mehr einen Bestseller schreiben möchte, ich will einfach nur schreiben.
Fürs Schreiben gemacht
Kennst du die geführten Meditationen, die dich an einen bestimmten Ort führen, an dem du mit einer Person oder einer Energie kommunizieren kannst?
Ich habe so eine gemacht und mein zukünftiges Ich als Gesprächspartner gewählt. Die Stimme des YouTube Videos führte meine Fantasie durch einen Garten, dann eine Treppe hinunter in ein Schloss.
Mir wurden wunderbare Bilder einer älteren Dame gezeigt, die vor einem runden Fenster in einem gemütlichen Lesestuhl sitzt. Hinter ihr war ein kleines Bücherregal und alle Bücher hatten meinen Namen auf dem Rücken. Sie lächelte, weil sie wusste, dass die Nachricht angekommen war.
Darum:
–Peter: Im Kopf ausgereifte Buchidee mit leeren Seiten und vollem Potenzial; 2025 geschrieben
Was denkst du?