Neulich habe ich meine alten Posts durchstöbert und bin auf den Beitrag Top 10 Reiseziele aus dem Jahr 2018 gestoßen. Damals war es mein größter Traum, nach New York City zu reisen.
Dieser Wunsch wurde bestimmt durch die unzähligen Amerikanische Filme, die ich in meinem Leben gesehen habe, beeinflusst. Ich stellte mir New York auf eine unrealistische Art und Weise vor – voll diverser Menschen der ganzen Welt, die in Frieden miteinander leben und ihre Kulturen teilen.
Nachdem ich auf sozialen Medien gesehen habe, wie NYC wirklich sein kann (zb. verrückte Menschen, die andere aus Spaß auf die Zugschienen schmeißen, überdurchschnittlich viele Obdachlose, extrem laute Geräuschkulissen, Smog, etc.), hat meine Leidenschaft etwas nachgelassen. Außerdem habe ich in den letzten Jahren gelernt, Ruhe zu schätzen und die Natur als Gott zu verehren.
Darum hat sich diese Liste stark verändert:
10. Österreich
Die größte Neugier führt mich nicht auf andere Kontinente. Sie führt mich nicht mal in ein anderes Land. Es ist wichtig zu schätzen, was man hat. Mir wurde bewusst, dass mir auch ein kleines Land wie Österreich noch so viel zu bieten hat.
Daher habe ich eine lange Liste an Orten gesammelt, die ich in meinem wunderschönen Heimatland noch besuchen möchte.
Stiftbibliotheken, etliche Wanderwege, Berge, Thermen, alte Dörfer und Seen – es gibt auch als gebürtige Österreicherin noch unglaublich viel zu sehen. Ich war zum Beispiel noch nie in Eisenstadt, obwohl sie die Hauptstadt eines gesamten Bundeslandes ist.
Der Plan: Jeden Sommer ein bisschen mehr.

9. London und Großbritannien
Nach London zog es mich bereits nach meinem Schulabschluss und selbst nach über einem Jahr, in dem ich dort lebte, habe ich nicht genug.
Die Stadt ist eine Weltmetropole, sich ständig verändernd, Heimat tausender Restaurants und Shops und Museen und Clubs und und und… Mir war dort nie langweilig. Auch die Menschen, die ich dort kennengelernt habe, ziehen mich zurück.
Doch sollte ich wieder nach Großbritannien reisen, möchte ich nicht nur in der Stadt bleiben. Das ländliche Leben der Briten und die kleinen Dörfer, wie das Dorf der Bücher, möchte ich unbedingt mit eigenen Augen sehen und genießen.
Der Plan: Eine Woche in London und danach (mit dem Wohnmobil) einen Roadtrip in den Norden der Insel nach Edinburgh.

8. Japan
Hier geht es darum, einmal eine vollkommen andere Kultur kennenzulernen. Japan ist bekannt für den Balanceakt zwischen hypermoderner Technologie in den großen Städten und altmodische Landwirtschaft in den ländlichen Gegenden.
Meine Ansicht ist geprägt von Vorurteilen und Stereotypen. Diese möchte ich erforschen – was stimmt und was entspringt der übertreibenden Fantasie der Medien?
Plan: Mindestens einen Monat dort verbringen, idealerweise zwei Wochen in Tokyo und den Rest der Zeit dorthin gehen, wo es mich im Moment hinzieht.

7. Paris in Frankreich
Normalerweise reise ich gerne langsam und bleibe mindestens zwei Wochen an einem Ort, um ihn richtig kennenlernen zu können. Paris ist die einzige Ausnahme.
Die starke Anziehung, die ich verspüre, kommt von den romantischen Geschichten, die aus dieser Stadt kommen, und wird gebremst von den vielen Vorurteilen, dass die Menschen in Paris unfreundlich und die Straßen stark verschmutzt sein.
Dennoch möchte ich mir ein eigenes Bild machen. Das Louvre, die alten Häuser, die Kunstmuseen, die süßen Cafés und die Second-Hand-Shops sind weitere Gründe, Paris zu besuchen.
Plan: Drei-Tage-Trip in die Stadt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ansehen.

6. Schweden
Schweden findet sich auch heuer noch auf dieser Liste wieder.
Ich stelle mir einen Besuch zur Vorweihnachtszeit besonders schön vor. Ein Muss ist der massive Julbock in der Stadt Gävle, der fast jedes Jahr von der Bevölkerung gegen den Wunsch der Stadt angezündet oder gestohlen wird.
Der Plan: Eine Woche in der Hauptstadt verbringen, die Festlichkeiten genießen und 1-2 Tagesausflüge machen.

5. Schweiz
Obwohl die Hauptstadt der Schweiz nur acht Autostunden von mir entfernt liegt, habe ich es bis jetzt noch nicht dorthin geschafft. Der Grund dafür ist, dass die Schweiz teurer ist als Österreich und ich bis jetzt nicht das nötige Kapital für solch einen Urlaub aufbringen konnte.
Doch dieses Problem wird kleiner, wenn man den wahren Schatz des Landes, die Alpenregionen, sehen möchte. Neben Benzin und Essen wird wohl meine längste Rechnung die der Schokolade sein.
Der Plan: Im Sommer zwei Wochen lang mit dem Wohnmobil oder Auto durch die Natur reisen und ein paar Tage in Bern bzw. Zürich verbringen.

4. Hawaii in den USA
Menschen in Hawaii hassen Touristen. Genauer gesagt hassen sie den Massentourismus. Er zerstört das Ökosystem und „versklavt“ die Einwohner bzw. bringt unerwünschte ausländische Arbeiter ins Land. Das habe ich schon von vielen Quellen gehört.
Aus diesem Grund behandle ich dieses Reiseziel etwas sensibler als die anderen. Am sichersten und nachhaltigsten ist es, einfach dort anzukommen und mit den Einwohnern zu reden. Die geben die besten Tipps und können mir erklären, wie man nachhaltig ein Gast Hawaiis sein kann.
Generell liebe ich diese Art zu reisen. Einfach mal hinfahren und schauen, was es dort so gibt.
Der Plan: In die Hauptstadt fliegen und spontan dort entscheiden. Mindestens einen Monat lang dort bleiben.

3. Griechenland
Ich stelle mir eine romantische Rundreise mit meinem Partner vor, die mehrere Wochen lang dauert und viele verschiedene Inseln als Ziel hat. Welche Inseln – das möchte ich auch hier eher spontan entscheiden, weil man vor Ort die zuverlässigsten Informationen hat.
Weiße Häuser, warmes Meer, entspannte Menschen, interessante Mythologie, historische Gebäude, Wein und mediterrane Küche – Griechenland ist nicht umsonst ein so beliebtes Reiseziel.
Der Plan: Eine Woche in Athen verbringen und dann auf drei verschiedenen Inseln jeweils eine Woche lang bleiben.

2. Madeira in Portugal
Über Madeira sagt man, es sei das Hawaii Europas und das ist schon Grund genug für mich.
Der Plan: Drei Wochen lang von der Hauptstadt aus die Insel mit dem Moped erkunden.

1. Palermo in Italien
Mein wichtigstes Reiseziel zurzeit ist Palermo. Während ich das schreibe, frage ich mich: Warum eigentlich?
Ich weiß wenig über die Stadt, aber schon seit Jahren wirkt sie irgendwie magisch auf mich. Sie fällt mir auf jeder Weltkarte auf.
Vielleicht erkenne ich den wahren Grund erst, wenn ich dort ankomme. Ich werde euch bestimmt davon berichten.
Der Plan: Zwei Wochen lang die Stadt erkunden und Tagesausflüge zu verschiedenen Stränden machen.

Du siehst, meine Reiseziele liegen hauptsächlich in Europa, weil ich mittlerweile die eigene Kultur und die der Nachbarn schätze.
Früher war ich arrogant und dachte, alles zu wissen. Heute weiß ich, dass ich nichts weiß und es in einem Leben auch niemals alles lernen könnte.
Die Welt ist ein Buch. Wer nicht reist, sieht nur eine Seite davon.
Bonusreiseziel: Mittelamerika
Wer möchte nicht zumindest einmal im Leben das Klima und die Kultur eines mittelamerikanischen Landes erleben? Costa Rica, Bahamas, Puerto Rico, Jamaica, Cuba – für all diese Länder bin ich offen.
Das Leben ist ein Abenteuer.
Was denkst du?